++ am 06.02.2017 in Hannover (Niedersachsen) . Foto: Ulrich Stamm/Stadtreporter.de
Ulrich Stamm Photography, Hannover ulrich-stamm.com
Klares Signal: Ökologische Maßnahmen müssen nicht teuer sein. Im Gegenteil: mit Umweltschutz können Kosten sogar gesenkt werden.

Handwerkskammer erhält am 6. Februar neben 51 weiteren Unternehmen und Institutionen Auszeichnung ÖKOPROFIT für kosteneinsparendes ökologisches Programm.Mit Umweltschutz Kosten sparen

Die Auszeichnungsurkunde für die ehrgeizige Idee, die Umweltbelastung zu verringern und dabei auch noch die Betriebskosten zu senken, nahm für die Kammer Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann entgegen. Neun sogenannte Einsteiger und 43. Klub-Betriebe (fünf davon aus dem Landkreis Hildesheim und Südniedersachsen) haben im aktuellen Durchgang 2015/2016 gemeinsam etwa 124 Tonnen Abfall, rund 113.400 Megawattstunden Energie, circa 76.634 Tonnen Kohlendioxid und etwa acht Millionen Euro Kosten eingespart. Ihnen ist es gelungen, Ressourcen effizient einzusetzen und Produktions- und Betriebsabläufe zu optimieren.

Das Engagement der Betriebe begrüßte auch Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Stadt Hannover, in seinem Grußwort: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen: Ökologische und Ökonomische Ziele lassen sich im Einklang miteinander erreichen.“ Neben ihm überreichte Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt, die begehrten Urkunden.

So geht es weiter
„Unsere wichtigste Maßnahme in den nächsten Jahren ist die Konzentration der Berufsbildungszentren in Hildesheim auf einen Standort. Die Gewerke in Bauteil A werden sukzessive vollständig in den Bauteil B überführt“, sagt Hauptgeschäftsführerin Heidmann. Die energetische Modernisierung der Werkstattgebäude und des Internats ist dringend notwendig. Die jetzige Planung gibt eine klare Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft. Die Lehrgangsräume werden saniert, das Internat erhält eine zeitgemäße Ausstattung und der gesamte Bauteil B der
Berufsbildungszentren wird digitalisiert.

Ziel ist es, für die Teilnehmer der Meister- und ÜLU-Lehrgänge eine moderne und motivierende Lernsituation zu schaffen. „Durch diese Maßnahmen wird die Handwerkskammer 770 t CO2 pro Jahr einsparen. Zum Vergleich: eine mittelalte Buche entzieht der Atmosphäre pro Jahr etwa 12,5 kg CO2. Alternativ zu den im Einsparziel verankerten Maßnahmen müssten
wir also mindestens 61.600 Buchen pflanzen, um denselben Effekt zu erzielen“, bestätigt Anne Schütte, Beauftragte für Innovation und Technik und Leiterin des Projektes „Ökoprofit“. Das ist aber bei weitem nicht alles, was die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen plant. Die Beleuchtung in der Kammerverwaltung wird erneuert und auf dem Weg zum papierfreien Büro werden ebenfalls weitere Maßnahmen umgesetzt. Die Zukunft ist und bleibt unsere Baustelle.