HWK
Handwerk im Gymnasium: Vor einigen Jahren noch Ausnahme, inzwischen gerade von Schülern absolut gewünscht.

Berufsorientierungsmessen deuten auf Kehrtwende bei Zielgruppen für duale Ausbildung hin.Handwerk bei Abiturienten im Trend

Bei den rund 1.290 neu abgeschlossenen Lehrverträgen beträgt der Anteil der Lehrlinge, die die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife besitzen, circa 13 Prozent.

Vor zehn Jahren lag die Quote bei nur rund fünf Prozent. Dass der „handfeste“ Trend bei Abiturienten auch 2017 nicht abebben wird, zeigte sich bei den vergangenen Messeaufritten der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen.

Auf dem Göttinger Berufsinformationstag (GöBit) suchten Studienaussteiger den Kontakt zu Lena Grotefent, Projektleiterin des JOBSTARTER plus-Projektes (gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds), die zukünftig die Werkstatt dem Hörsaal vorziehen wollen. Auf der ABI Zukunft, eine Messe die sich an Abiturienten aus der Stadt und dem Landkreis Hildesheim richtet, fanden zahlreiche Schüler den Weg zum Stand des Handwerks. An zwei Tagen wurden rund 50 angehende Abiturienten über eine handwerkliche Ausbildung nach dem Abitur durch die Mitarbeiter der Beruflichen Bildung beraten. Die Anzahl der Beratungsgespräche auf dieser Messe über die 130 Handwerksberufe ist gegenüber den letzten beiden Jahren deutlich gestiegen. Nicht nur die vielseitige Karriereleiter im Handwerk wirkt dabei anziehend auf die Schüler. In einigen Fällen scheint die mögliche Verkürzung der Lehrzeit (aufgrund des schulischen Werdegangs von 13 Jahren) ein gutes Argument für die duale Ausbildung zu sein.

Bianca Haupt

Ausbildungsplatzvermittlerin

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