Vereidigt und bestellt: Die neuen Sachverständigen Safdar Chaudry (vorne links) und Heiko Brüger (vorne rechts) gemeinsam mit Präsident Delfino Roman und Jennifer Borchers.
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Vereidigt und bestellt: Die neuen Sachverständigen Safdar Chaudry (vorne links) und Heiko Brüger (vorne rechts) gemeinsam mit Präsident Delfino Roman und Jennifer Borchers.

Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen vereidigt zwei neue Sachverständige im Handwerk. Experten vor Gericht und im Streitfall

Das deutsche Handwerk ist vor allem für seine genaue und qualitative Arbeit angesehen, auch international. Dennoch gibt es auch immer wieder Konflikte, wenn es um Leistungen geht. Damit Privatpersonen und Gerichte bei der Bewertung auf fachkundige Expertise setzen können, werden dabei häufig öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige zu Rat gezogen.

Mit dem Dachdecker- und Zimmerermeister Safdar Chaudry aus Holle und dem Sattlermeister (Teilgebiet Autosattlerei) Heiko Brüger (48) aus Rosdorf vereidigte Präsident Delfino Roman heute zwei neue Sachverständigen. Für Chaudry ist die Tätigkeit als Sachverständige der nächste Schritt in seinem großen Engagement im Handwerk. Der 45-jährige ist bereits seit drei Jahren Obermeister und möchte in der kommenden Wahlperiode auch in der Vollversammlung für die Berufsausbildung im Handwerk kämpfen. Und auch als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger möchte er sich mit seinem fachlichen Know-how einbringen.

„Öffentlich bestellte Sachverständige müssen vor ihrer Vereidigung circa ein bis zwei Jahre Fortbildungen, Seminare und Einweisungen durchlaufen. Somit sind sie auf dem aktuellsten Stand von Technik und sind somit bestens für ihre Aufgabe gewappnet“, berichtet Jennifer Borchers, die das Sachverständigenwesen der Handwerkskammer betreut.

Privatpersonen können dabei genauso Auftraggeber sein, wie die deutschen Gerichte. Nach Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Kammern werden die zu begutachtenden Fälle, deren Akten auch eine nicht zu vernachlässigende Größe haben können, dann an die Sachverständigen weitergegeben. Diese können dabei sogar bundesweit eingesetzt werden und eine Vielzahl von spannenden und herausfordernden Fällen übernehmen.